Der PC von DA5UDI war etwas in die Jahre gekommen, knapp dimensioniert und der Lüfter heulte öfters bei Betrieb recht laut und störend auf.
Das hat sich nun geändert:
- Bisher war ein Mini-PC mit AMD-Athlon 300U Prozessor, 8GB RAM und 128GB SSD im Einsatz.
Unser Ziel war ein geringer Stromverbrauch und trotzdem ausreichende Performance unter Windows 10, was vor 4 Jahren mit diesem Mini-PC möglich war.
Der Betrieb auf dem vorher eingesetzten Raspberry-Pi war nicht mehr möglich, zumal die neue Software mit RMS-Trimode im Hybrid-Betrieb mit RMS-Relay und damals Winmor-Software für Linux nicht verfügbar ist.
- In den letzten Jahren wurde DA5UDI mehrfach erweitert,
- das RMS-Relay hinzugefügt womit ein Betrieb auch bei Ausfall des Internet per HF-Verlinkung möglich ist,
- Winmor durch den VARA-Software-Decoder ersetzt,
- eine schnellere VARA-Version installiert, die bis zu 2700Hz Bandbreite nutzen kann,
- auf Windows11 umgestellt
- und einige Kleinigkeiten mehr.
Ziel war jetzt natürlich
- mehr Performance,
- ein lautloser/Lüfter-loser Betrieb, denn nach Erfahrungen von mehr als 40 Jahren PC-Dauerbetrieb wird jeder Lüfter irgendwann laut. Es kann im Shack ganz schön nerven wenn der kleine PC rund um die Uhr läuft und lauter ist als die Kurzwellen-PA. Und er muss leider in der Nähe des KW-Transceivers stehen, kann nicht im Keller verschwinden.
- Außerdem sollte sich der Stromverbrauch möglichst nicht (merklich) erhöhen.
Der neue PC:
- Seit einigen Tagen läuft die DA5UDI-Software jetzt auf einem PC mit Intel-Asus-NUC15-Board und I7-1360-CPU der 13. Generation (12 Kerne, bis zu 5GHz Takt), 32GB RAM/3.2GHz und 1 TB SSD.
Ursprünglich steckte das Board in einem passenden NUC-Gehäuse von weniger als 12x12x5cm Größe, was in etwa den Abmessungen des alten PCs entspricht.
Schön anzusehen, zur Montage an der VESA-Halterung auf der Rückseite des Monitors vorgesehen. - Ich hab das Board aber gleich in ein eigens dafür vorgesehenes, Lüfter-loses Alu-Profil-Gehäuse eingebaut (Industrie-PC), was etwa 25x25x5cm groß ist und zum größten Teil aus Kühlrippen besteht. CPU und SSD werden direkt mit Wärmeleit-Pads auf das Kühlkörper-Gehäuse montiert.
Dieses Gehäuse bietet zudem mehr USB-Ports als das Original-NUC-Gehäuse, wie sie für den Anschluss der CAT-Steuerung des Transceivers, PTC4, 2. Ethernet-Port, Maus/Tastatur usw. benötigt werden, so dass kein zusätzlicher USB-Hub mehr erforderlich ist. - Im ursprünglichen Gehäuse mit Lüfter hatte die CPU im Ruhezustand der Software eine Temperatur von 64 Grad C, im neuen Gehäuse liegt sie nach 3 Tagen Betrieb bei 48 Grad C.
- Die Stromaufnahme hat sich nicht merklich geändert.
Über ein Shelly-Modul wird die Stromaufnahme der gesamten Installation von DA5UDI (PC + Transceiver + PTC4), DB0LJ (Multimode-DV-Repeater mit Transceiver + Raspberry-Pi mit STM-DV-Modem), APRS-Transceiver und Modem, TNC4E, Mikrotik Hamnet-Router und Hamnet-Linkstrecken-Module, Ethernet-Switch usw. direkt an der USV gemessen und vom HomeAssistant gespeichert.
Der Gesamtverbrauch liegt seit Jahren bei etwa 165W im Ruhezustand (ohne TX-Betrieb von DA5UDI oder DB0LJ).
Das sind hochgerechnet mehr als 1400kWh im Jahr.
Bei Sendebetrieb von DA5UDI steigt der Wert gerne kurzzeitig auf das Doppelte und mehr.
Diese Kosten werden zum großen Teil von der PRGM e.V. getragen und über Mitgliedsbeiträge und Spenden finaziert.
(Wir unterstützen zusätzlich noch DB0RPL und in der Vergangenheit erzeugte DB0MYK auf dem Gänsehals die höchsten Kosten).
Hier einige Fotos: - DA5UDI komplett nach dem Neuaufbau:

- Das NUC-PC-Board im Lüfter-losen Industrie-PC-Gehäuse:
Das Board nimmt weniger als 25% des Gehäuses ein.
(die Metallstreifen erlauben den Einbau eines zusätzlichen SSD- oder HDD-Laufwerks o.ä., werden nicht benötigt)

- Das Gehäuse besteht zum größten Teil aus einem Aluminium-Kühlkörper:

Als nächstes muss – sobald das Wetter besser wird – die Butternut-Antenne geprüft werden.
Aktuell ist das SWR auf 40m recht schlecht, mich wundert warum trotzdem so viele Nutzer auf 40m reinkommen obwohl der IC7200 die Sendeleistung wegen des SWR stark runterregelt.
Das Problem wird – wie üblich – der entsprechende Hochspannungskondensator sein, der gereinigt oder sogar ersetzt werden muss. Die Antenne steht auf einem metallischen Flachdach, da kommt man zum Glück mit einer Haushaltsleiter sehr gut dran.