Wer unterwegs keinen Zugang zu DMR oder DSTAR hat, aber ein Android-Handy in der Tasche, der kann recht einfach in den Verbund der DMR-, DStar- und YSF-Einstiege bei DB0LJ und DB0RPL und angeschlossener Hotspots einsteigen:
Seit einigen Wochen gibt es die Android-App „VoxDMR“ kostenfrei im Google Play-Store.
Diese App kann sich mit verschiedenen DV-Netzen verbinden.
Sie braucht dabei keine zusätzliche Hardware!
Gegenüber den Netzen verhält sich das Programm wie ein Funkgerät was über einen DMR-Hotspot einsteigt.
Es meldet sich entsprechend als Hotspot an den Netzen an.
- Dem Brandmeister-Netz funktioniert das über die Master-Server weltweit:
Sofern man noch keinen Account im Brandmeister-Netz hat muss man einen einrichten.
Darin richtet man ein „Hotspot-Passwort“ ein, was man dann in der VoxDMR-App braucht.
Wer schon einen Hotspot nutzt kann das gleiche Passwort für VoxDMR nutzen.
Das ist nicht das Zugangspasswort zum BM-Account, sondern ein separates Hotspot-Passwort was man benötigt um Hotspots mit dem Netz zu verbinden. Man setzt es auf seiner BM-Profilwebseite unter „Selfcare“ -> „Hotspot Security“.
- Man kommt mit VoxDMR auch ins DMR+/IPSC2-Netz über verschiedene Master-Server weltweit.
- Und der Einstieg klappt auch bei einer Reihe von XLX-Servern, die über Transcoder verfügen (AMBE-Module, die zwischen den verschiedenen Sprach-Codecs transcodieren) und per DMR erreichbar sind.
Unsere DMR- und DSTAR-Repeater, wie auch die DMR-Server der BM- und DMR+-Netze an die sie angebunden sind, und der XLX-Reflector-Server 262 sind alle im Hamnet vernetzt und haben keinen direkten Internetzugang für Nutzer.
Was aber trotzdem recht einfach funktioniert:
- Man installiert sich den Zugang zum Hamnet per VPN wie hier beschrieben: https://vpn.hamnet.network/w/de/
- Dann installiert man VoxDMR aus dem Google Play-Store und konfiguriert die persönlichen Dinge.
Man muss für die Software keine eigene DMR-ID registrieren, man gibt die seines Funkgeräts ein. Die Software hängt ans Ende eine SSID an, die mit 1 vorgegeben ist. Sollte man mehrere Hotspots betreiben kann man den Wert in den Einstellungen erhöhen. - In der Software kann man mehrere Profile anlegen und den Zugang zu unterschiedlichen Servern, Netzen und TGs mit unterschiedlichen Zugangsdaten konfigurieren.
- Jetzt kann man z.B. den Zugang zu den TGs des BM-Netzes testen.
Die TGs 26254 (Westerwald) und 26256 (Eifel/Hunsrück) sind sog. „Mirror-TGs“, die bei „fremden Einstiegen“ weltweit genutzt werden können, so wie z.B. beim Zugang per Hotspot.
Sie kommen bei DB0RPL mit der lokalen TG8 raus!
Mirror-TGs sollten auf den lokalen Repeater-Einstiegen, bei denen sie auf TG8 liegen, NICHT genutzt werden.
Andere Repeater haben auf TG8 entsprechend andere TGs aufgelegt, was das Auffinden von lokalen Gruppen erleichtern soll.
Die Mirror-TG 26256 wird bei DB0RPL lokal auf TG8 im TS1 ausgegeben, die TG 26254 auf TG8 im TS2.
Eine Tabelle mit Details der TG-Zuordnungen findet man hier im System unter „Digital Voice“ -> „DMR“. - Für unseren lokalen Verbund incl. DSTAR legt man ein weiteres Profil an und wählt aus der Serverliste „IPSC-Hamcloud“ bzw. „ipsc2.hamnet.cloud“ und TS2.
- Wenn man die zuvor installierte VPN-Verbindung aktiviert hat sollte der Einstieg sofort verbunden und angesagt werden.
- Nun wählt man oben rechts in der Ecke die Talkgroup 6 (TS2) aus, die mit dem lokalen XLX verbindet.
TG6 ist bei den Repeatern in der Regel die Verbindung zum lokal bevorzugten XLX-Server, also wie die TG8 auch bei anderen Repeatern unterschiedlich belegt (sofern überhaupt eingerichtet).
Die Sendung sollte nun über die DSTAR-Repeater von DB0RPL und DB0LJ und den DMR-Repeater von DB0RPL rausgehen (TS2/TG6) sowie alle daran angeschlossenen Hotspots (DMR/DSTAR/YSF). - Die TG6 auf TS2 führt generell auf unseren DMR-Einstiegen zum XLX262 Raum U und damit über Transcoder zum Verbund mit DSTAR und YSF.
Viel Spaß beim Testen
73 Hans-Jürgen DL5DI