DB0MYK wieder in Betrieb und am Hamnet

Es hat leider etwas länger gedauert als geplant, aber seit dem letzten Wochenende ist DB0MYK nun endlich mit all seinen Repeatern wieder in der Luft und am Hamnet.
Der 5.6 GHz-Link zwischen DB0MYK und DB0LJ hat eine modernere Technik bekommen. Im Einsatz sind jetzt auf beiden Seiten Ubiquiti Powerbridges.
Die störenden Bäume haben derweil stark unter der Trockenheit gelitten und den Link wieder freigegeben.
Der 2.3 GHz-Link, der zur Bündelung und Erhöhung des Durchsatzes lief, funktioniert derzeit noch nicht. Die Ursache konnten wir noch nicht ausmachen, aber das ist momentan nicht oberste Priorität. Wir arbeiten daran.
Ein neuer 5.6 GHz-Link nach Südwesten ist vorgesehen, muss aber noch getestet werden wenn der Linkpartner so weit ist.
Ein WLAN-Benutzerzugang deckt nur den unmittelbaren Nahbereich um den Repeater ab. Das lohnt sich bei dem abgelegenen Standort nicht wirklich, die Entfernung zu interessierten Funkamateuren ist zu gross. Wir nutzen den Zugang vor allem bei Linkausfällen zur Administration aus der nahen Umgebung.

Ein paar Punkte für Nutzer der verschiedenen Relaisstellen:

DSTAR:

Der 70cm-DSTAR-Repeater DB0MYK_B auf der Frequenz 439.5625 MHz (-7.6 MHz Ablage) ist nun wie unser Repeater DB0RPL_B auf dem Köppel im Westerwald mit dem Reflector XLX262_U der Region „Neuwied-Mayen-Koblenz“ verbunden.
Das Umlinken ist nur begrenzt möglich. Probleme kann es geben weil sich mehrere DSTAR-Gateways bei DB0MYK und DB0LJ/DB0RPL den gleichen Internet-Anschluss teilen müssen. Vom Internet eingehender Traffic kann damit nicht zugeordnet werden. Eine störungsfreie Funktion ist deshalb nur mit Reflectoren im Hamnet gewährleistet (z.B. XLX262, XLX844, DCS001).
Der von uns genutzte Reflector XLX262 ist nur vom Hamnet aus zugänglich, aber seine Modulen A, B, M und U sind mit dem XLX015 im Internet transparent verlinkt. Wer mit einem Dongle/Modem/Hotspot/Privatrepeater an unsere Module anbinden will und keinen Hamnet-Zugang hat, kann sich direkt an XLX015 anlinken.
Die Statusseite des DSTAR-Gateways bei DB0MYK hat die Adresse http://db0myk.prgm.org . Sie zeigt Nutzer und den aktuellen Stand der Verlinkung der einzelnen Repeater-Module.
Bitte beachten, wir nutzen bewusst „http“ und keine SSL-Verschlüsselung, auch wenn viele Browser eine Sicherheitswarnung bringen, denn das Verschlüsseln ist auf Amateurfunk-Frequenzen nicht zulässig und übe die kommen die Daten.
XLX262 hat die Statusseite http://xlx.prgm.org
Auch der 10m-Digital-Voice-Zugang auf 29,280 MHz (Simplex-Hotspot) ist wieder in Betrieb. Er sollte mit DSTAR-fähigen KW-Geräten wie IC9100 und IC7100 nutzbar sein, und natürlich mit externen Modems an KW-Transceivern.
Der DSTAR-DD-Zugang auf 23cm muss noch getestet werden. Hier wird es interessant, es mit dem neuen IC9700 ans Laufen zu bringen. Bisher konnte man den Datenzugang nur mit dem Icom ID1 nutzen, der schon viele Jahre nicht mehr gebaut wird.
Der DD-Zugang sendet von sich aus im Leerlauf DX-Cluster-Baken von DB0LJ-6, wie sie auch über DB0MR in Koblenz per Packet-Radio angestrahlt werden und bietet sonst einen TCP/IP-Zugang zum Hamnet.
Sobald es mit dem IC9700 funktioniert, werden wir die notwendigen Einstellungen, Tricks und Kniffe veröffentlichen.
Eine Beschreibung für ID1 gibt es bereits.

DMR:

Der DMR-Repeater auf 438,300 MHz (-7.6 MHz Ablage) ist mit dem IPSC2-Server der Hamcloud verbunden und hat auf Zeitschlitz 1 die Sprechgruppen 1 (WW), 6 (XLX), 20 (D-A-CH) und 262 (DL) aufgeschaltet. Jede andere kann durch Nutzung aktiviert werden.
Auf Zeitschlitz 2 ist der DMR+Reflector 4021 aufgeschaltet, der mit dem DSTAR-Reflector XLX262_U über Transcoder verbunden ist. Auch hier kann beliebig anders verbunden werden.
Der Status wird auf der Webseite http://dmr.prgm.org/ipsc2/ gezeigt.

APRS:

Auch der APRS-Digipeater auf 144,800 MHz ist wieder am Netz. Er ist an den APRS2-Server Koblenz angebunden.

FM/C4FM:

Der FM/C4FM-Repeater auf 438.675 MHz (-7.6 MHz Ablage, CTCSS 103,5Hz) war auch während des Ausfalls der Hamnet-Anbindung in Betrieb. Hier hat sich nichts geändert und es ist auch keine Änderung geplant. Das Relais war lediglich außer Betrieb während der Antennenmast auf dem Dach lag um die Hamnet-Antennen zu wechseln und die Mechanik des Mastes zu verbessern.
Eine Test-weise Erhöhung der Ausgangsleitung des Yaesu DR1X hat nichts gebracht, es kam damit zu Aussetzern. Etwas ähnliches hatte ich befürchtet, in den Internet-Foren habe ich mehrfach gelesen, dass von voller Leistung abgeraten wird. Es haben schon einige Endstufen den Geist aufgegeben.
Die Sendeleistung wurde jetzt wieder auf den ursprünglichen Wert reduziert.
Es war einen Test wert, auch wenn gleich lautes Gemecker aufkam.

Das mehrfach angesprochene Ändern der Nachlaufzeit nach den Durchgängen ist nicht möglich, ebenso gibt es ohne externe Zusatzschaltung keinen Roger-Piep.
Der Yaesu-Repeater ist für FM von sich aus etwas spartanisch ausgerüstet.
Eventuell wird hier vor dem Winter noch eine externe Zusatzschaltung kommen, die das Ganze etwas komfortabler macht.

Das Ganze hat in den letzten Wochen einiges an Arbeit und auch Geld gekostet.
Ich bedanke mich bei den Helfern, die das trotz aller anderen Termine unterstützt haben, vor Ort und remote.
Um so mehr ärgern einen dann die negativen Kommentare noch bevor man zuhause ist. Wer meckert und es woanders besser findet, soll bitte kommentarlos wechseln. Ich kann solches Gemoser nach vielen Tagen Arbeit nach Feierabend auf dem Rückweg vom Repeater-Standort nicht leiden!
Die Leistungserhöhung des FM-Relais war gut gemeint und es war nicht damit beabsichtigt, Leute in ihren gemütlichen Sesseln mit ihrer Handfunke durch Aussetzer zu ärgern. Bei 7 Relais und 3 Linkstrecken kann man nicht ständig alles testen und im Auge behalten, irgendwann ist der Tag auch mal rum.

Wir sind jederzeit offen für konstruktive Kritik, Hinweise auf Probleme, Fragen und für Verbesserungsvorschläge.

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PRGM e.V.
Hans-Jürgen DL5DI

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